4. Mai 2013 - 15:41 |
Mich hat gerade eine Email erreicht, warum ich die Kommentarfunktion in meinem Blog deaktiviert hätte. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich vergessen hatte das zu erklären. Tut mir Leid.
Ich verwende ein Drupal Blog. Bislang funktionierten die Drupal-eigenen Captcha-Module auch relativ gut. Seit ein paar Wochen, kommt aber relativ viel an Spamkommentaren. An ruhigen Tagen waren es einzelne Kommentare, an nervigen Tagen dann etliche Dutzend. Das stört mich ein wenig, ich will mein Blog eigentlich nicht als Plattform für Onlinewerbung sehen ;-)
Entsprechend muss ich eine neue Spamblocker-Methode einbauen. Dafür fehlt mir aber gerade leider die Zeit. (Nein, ich will reCaptcha nicht benützen. Ich baue keine externen Server ein, wenn ich es vermeiden kann). Entsprechend gibt es derzeit keine Kommentarfunktion. Tut mir Leid.
Und wenn ich schon an einem solchen Beitrag bin, kann ich gleich nochmal was zu Twitter sagen... Ich twittere kaum noch. Das hat eine ganze Reihe von Gründen, vor Allem aber ist Twitter zu zeitintensiv, wegen der Längenbegrenzungen nicht für politische Debatten geeignet und zu kurzlebig. Deshalb also auch hier noch einmal: Wenn ihr etwas von mir wollt, schickt mir eine Email. Keine Mention, keine DM. Eine Email. Danke :-)
13. April 2013 - 11:47 |
Kennt jemand zufälligerweise ein gutes E-Mail-Programm? Bedingungen:
Und jetzt schreibt bitte niemand Thunderbird. Das Programm schmiert bei großen Postfächern regelmäßig ab.
20. Februar 2013 - 20:14 |
Lars Pallasch, der ehemalige Landesvorsitzende Baden-Württemberg, hat heute seinen Rück- und Austritt vom Amt und der Piratenpartei erklärt (vgl. sein Blog http://larspallasch.de/ )
Das Lesen seines Blogbeitrages hat mich tief erschüttert. Nicht nur, weil ich Lars in den letzten Jahren als einen extrem zuverlässigen, besonnenen und einfach tollen Menschen kennen gelernt habe und wir mit seinem Austritt einen herben Verlust erleiden. Nein. Weil der Inhalt des Blogbeitrages heftig ist. Wer ihn noch nicht gelesen hat, der möge das jetzt bitte nachholen.
Drohungen habe ich selbst im Laufe der drei Jahre genug erhalten, auch Beleidigungen, Beschimpfungen, üble Nachrede, etc. Aber Drohungen gegen Familienmitglieder? Wo zur Hölle sind wir denn hier?
Ich möchte Drohungen nicht verharmlosen, und ich empfehle jedem, Drohungen schlicht an die zuständigen staatlichen Stellen weiterzuleiten, und Beleidigungen nicht gut heißen. Aber Meistens weiß man, dass sie nicht wirklich ernst gemeint sind und dass sie zu absurd sind um gefährlich zu sein. Bei Familienmitgliedern kann man das Risiko dann aber nicht mehr eingehen.
Wer die Familie bedroht, der überschreitet eine Grenze, die wir niemals hätten erreichen dürfen.
Ich hoffe, dass die verantwortlichen Personen gefunden werden. Die staatlichen und zivilrechtlichen Konsequenzen stehen dann in der Verantwortung Dritter. Aber für die Piratenpartei kann ich nur eines sagen: Falls die Betreffenden Mitglieder sind, was ich nicht hoffe, dann sollten sie noch am gleichen Tag aus der Partei fliegen.
Und diejenigen, die jetzt der Gewalt das Wort reden oder sie verharmlosen, die können sich gleich mit verabschieden. Gewalt hat in der Politik - und überhaupt in der Auseinandersetzung in einer Demokratie - einfach keinen Platz. Und die Androhung von Gewalt gegen die Familie ist so jenseitig, dass wir sie nicht tolerieren dürfen, ohne alles aufzugeben, für was wir einstehen. Read more »
17. Dezember 2012 - 17:34 | 2 Kommentare
Da ich die Debatte völlig überzogen und unsachlich finde, möchte ich im Folgenden einige Punkte erläutern, für die die 140 Zeichen bei Twitter nicht ausreichen.
Das Kollegium ist nur ein Versuch, gemeinsam zu arbeiten und Inhalte in der Partei voran zu bringen, es ist weder wichtig noch ist es böse. Aber leider sieht man hier wieder Beißreflexe und das destruktive Stürzen auf Strukturen.
Leute, wartet doch einfach mal ab, was dabei rumkommt… Wenn es tatsächlich darum ginge, sich gegenseitig Posten zu sichern, dann wäre eine nicht-öffentliche Einrichtung sehr viel intelligenter. Gerade durch die Öffentlichkeit nehmen wir uns diese Option, damit vermeiden wir, dass wir uns gegenseitig Einfluss zuschieben. Tatsächlich war dies mit ein Grund für die Öffentlichkeit.
Und ja, im Kollegium sind auch einige „Funktionsträger“ der Piratenpartei. Warum auch nicht? Das Kollegium ist aus einer Reihe von aktiven Piraten hervorgegangen, naturgemäß haben viele (aber bei weitem nicht alle) von ihnen auch Ämter oder Beauftragungen innerhalb der Partei. Wer auf einzelne Namen bereits mit einem Hassreflex reagiert, der sollte sich mal auf Vorurteile überprüfen. Jeder von uns arbeitet für die Ziele und Werte der Piratenpartei – und ich würde mich freuen, wenn dies auch einfach mal akzeptiert wird und nicht immer nur einzelne Meinungsunterschiede betont würden.
Und Fakt ist, dass wir bereits Strömungen in der Piratenpartei haben. Das kann man gut oder schlecht finden, aber es ist eine Tatsache und es ist im Rahmen der politischen Arbeit auch normal. Eine Partei – vor allem eine so heterogene wie die Piratenpartei – umfasst einen relativ breiten Wertekanon. Innerhalb dieses Kanons bilden sich dann Gruppen, die gemeinsam arbeiten und gemeinsame Ziele verfolgen. All dies ist nicht verwerflich, wenn es öffentlich sichtbar stattfindet. Read more »
10. Dezember 2012 - 12:00 |
Am 09.11.2012 war die Absolventenfeier des Wilhelm-Schickhardt-Institutes der Universität Tübingen. Auf Einladung der Fakultät habe ich dort die Absolventenrede gehalten, Schwerpunkt der Rede war die gesellschaftliche Verantwortung der Informatik.
Auf Bitte eines Kommilitonen hier das Manuskript, wie immer gilt das gesprochene Wort. Read more »
26. November 2012 - 14:26 |
Mitglieder des Bundesvorstandes der Piratenpartei sollen v.A. die Partei repräsentieren. Kandidaten für den Bundestag müssen ihre inhaltlichen Überzeugungen präsentieren und darstellen, wie sie später im Bundestag abstimmen würden.
Gelegentlich kann dies für Probleme sorgen, wenn man eine Doppelfunktion innehat. So sind bspw. Äußerungen für einen Bundesvorstand problematisch, wenn darin deutlich über die Programmatik der Bundespartei hinausgegangen wird. Oder wenn es in einzelnen Punkten Abweichungen von der Parteihaltung gibt.
Ich werde mich in Zukunft öffentlich vor Allem als Kandidat äußern. Ich werde dies natürlich anmerken, bitte dies aber auch zu berücksichtigen. Die Kandidaten schulden es den Wählern, dass diese abwägen können, wie sich ein MdB gegebenenfalls verhalten würde. Dies gehört mit zur politischen Transparenz, die wir als Partei ja fordern.
17. Oktober 2012 - 14:16 |
In letzter Zeit wurde ich recht häufig gefragt, wie lange ich noch im Bundesvorstand aktiv sein möchte. Die Mehrheit der Anfragen war sehr freundlich, im Stil einer Bitte, längerfristig aktiv zu bleiben, um Erfahrungen weiterzugeben. Ein anderer Teil war eher unsachlich. Dafür zuerst einmal vielen Dank.
Ich habe diese Frage eigentlich bereits bei meiner Listenkandidatur beantwortet, möchte dies jetzt aber auch verlinkbar und nachlesbar machen. Ich halte es für sinnvoll, dies frühzeitig zu tun, damit die Partei weiß, woran sie ist. Die Veröffentlichung erfolgt ohne Bezug zu aktuellen Debatten und ist länger geplant.
Ich bin angetreten, um die Piratenpartei in die Bundestagswahl zu begleiten. Dies möchte ich gerne zu Ende führen. Danach werde ich nicht erneut für den Bundesvorstand kandidieren. Bei einer Neuwahl vor der Bundestagwahl mache ich eine erneute Kandidatur von den Rahmenbedingungen abhängig.
Ich werde der Partei dadurch nicht verloren gehen, sondern möchte mich nur auf andere Arbeitsgebiete konzentrieren. Auch schließe ich nicht aus, in der Zukunft irgendwann erneut zu kandidieren. Gründe für diesen Schritt gibt es mehrere, der unwichtigste Punkt zuerst: Read more »
21. Juli 2012 - 10:25 |
Gestern war die lange angekündigte Tagblatt Debatte zur Zukunft der Innenstadt Tübingens. Eigentlich war auch die Anwesenheit von Oberbürgermeister Boris Palmer angekündigt. Aber wie so oft zog der eine Talkshow zu Bundesthemen der Debatte über die Zukunft der eigenen Stadt vor. Ich persönlich sehe den Aufgabenschwerpunkt eines Oberbürgermeisters ja eher in der Kommune und der Region als im Bund… Aber was solls, Baubürgermeister Soehlke hat Palmer mehr als würdig vertreten. Soehlke hat, wie übrigens alle Podiumsteilnehmer, erfreulich wenig dogmatisch geredet. Insofern war die Illner-Talkshow vermutlich ein Glücksfall für Tübingen.
Insgesamt fand ich das Podium aber nur begrenzt interessant. Sicher, man wollte keinen großen Dissenz darstellen sondern sich in Einvernehmlichkeit üben. Aber auch bei einer einvernehmlichen Debatte kann man stärker in die Tiefe gehen oder zumindest etwas konkreter werden.
Ich habe aus der Debatte mitgenommen, dass die Innenstadt ein neues Gesamtkonzept braucht. Sie muss sich zu einer Art „Flaniermeile“ weiterentwickeln. Ein Gesamtwerk, dass eben nicht mehr nur aus einer Ansammlung einzelner Geschäfte besteht, sondern einen erfreulichen Nachmittag oder einen verlängerten Abend in der Stadt ermöglicht. Read more »
13. Juli 2012 - 12:06 | 6 Kommentare
Aktuell läuft wieder eine der beliebten Neupiraten-Debatten. Die Debatte hat meiner Ansicht nach zwei Seiten. Zum Einen geht es darum, eine Identität der Partei festzustellen bzw es wird festgestellt, dass es unterschiedliche Ansichten über diese Identität gibt. Und zu Zweiten steckt da irgendwo die Angst dahinter, die eigene Mehrheit zu verlieren. "Das ist nicht mehr meine Piratenpartei"...
Dann wird auch mal damit argumentiert, dass die Gegner des Drogenpolitischen Antrags eigentlich keine Piraten waren. Und spätestens an der Stelle geht mir das Messer in der Tasche auf. Aus dem, was damals im Programm stand, konnte man eine Zustimmung und eine Ablehnung zu dem Programmpunkt herauslesen. Weil wir in diesem Bereich nichts gesagt hatten und weil bspw. Verpflichtungen zur Freiheit dazu noch keine Aussage treffen. Freiheit kann bspw. die Freiheit des Anderen meinen - ich kann aus einer Verpflichtung zur Freiheit und zu den Grundrechten wunderbar das bayrischen Nichtraucherschutzgesetz herleiten. Ich kann auch das Gegenteil herleiten. Je nachdem, ob ich mehr die Freiheit des Anderen oder die eigene Freiheit meine. Read more »
6. Juli 2012 - 9:34 |
Gestern war ich auf einer Debattenrunde in Tübingen. Es ging dort um Tübingen in 20 Jahren - Träume und Alpträume. Das Konzept war durchaus interessant, nach den Impulsreferaten (8 Impulsgebern à 5min) wurden die Stühle vorne geräumt, so dass sich Zuschauer setzen konnten und so nach und nach einige Teilnehmer ihre (Alp)träume vortragen konnten.
Die Veranstaltung fand in der Tübinger Altstadt statt. Entsprechend waren auch primär Alt- und Innenstadteinwohner vertreten, was sich z.T. auch zeigte. So gab es deutlichen Widerspruch gegen meine Äußerung, dass Tübingen sehr grün (i.S.d. Farbe/Natur, nicht der Partei) und freizügig bebaut sei. Die Kernstadt wurde eher als eng empfunden.
Nun ist Tübingen tatsächlich eine der grünsten Städte Deutschlands, die Altstadt ist nur "eng" in dem Sinn, dass es verwinkelte (eben mittelalterliche) Straßen gibt. Verlässt man die Innenstadt, so steht man direkt im Grünen. Die Hänge sind zu weiten Teilen nur spärlich bebaut, der Stadtkreis ist Grün, an die Nordstadt schließt sich der Schönbuch an.
Was das aber tatsächlich zeigt ist, dass die Stadt mehr für die Pflege der Grünanlagen tun müsste. Ansätze dafür gibt es einige. So könnten bspw. engagierte Bürger Patenschaften für Grünflecken übernehmen, oder die Stadt könnte versuchen, die "Wiederbegrünung" über Spenden, Tourismusförderung, oÄ zu finanzieren.
Aber genug davon. Hauptpunkte bei der Veranstaltung waren der Verkehr (nach den Debatten um die unsägliche City-Maut kein Wunder) und die Anbindung der Stadtteile an die Innenstadt, die Beschilderung der Stadt, die Attraktivität der Stadt zum Einkaufen und verschiedene soziale Themen (vom Jugendcafé, über ein Vereinshaus und der Stärkung ehrenamtlichen Engagements bis zu einer Debatte über die Mietpreise und Altersarmut und die Vor- und Nachteile des geplanten Alkoholverbots auf öffentlichen Plätzen). Read more »